Anicca – Vergänglichkeit – ist das erste der drei Daseinsmerkmale. Es ist keine düstere Feststellung, sondern eine Tür.
Der Körper von heute ist nicht der von vor zehn Jahren. Die Stimmung, die heute Morgen endgültig schien, ist längst vergangen. In der Meditation kann man das direkt beobachten: Ein Atemzug entsteht und endet, ein Geräusch erscheint und verklingt, ein Gedanke löst sich mitten im Satz auf.
Alle gestalteten Dinge sind vergänglich.
— Dhammapada 277
Vieles an unserem Leid entsteht daraus, dass wir Veränderliches bitten zu bleiben. Auch schwierige Zustände können nicht bleiben – das macht es möglich, bei ihnen zu bleiben.